Einrichtung eines dedizierten Servers als KVM/QEMU Host: Eine umfassende Anleitung

sackwolle

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31 Jan 2024
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Umfassende Anleitung: Einrichtung eines dedizierten Servers als KVM/QEMU Hostsystem

Die Einrichtung eines dedizierten Servers als KVM/QEMU Hostsystem ermöglicht es Ihnen, mehrere isolierte VMs für verschiedene Anwendungen und Dienste zu betreiben. Hier ist eine schrittweise Anleitung, um Sie durch den Prozess zu führen.

Schritt 1: Voraussetzungen
- Ein dedizierter Server mit einem x86-Prozessor, der Intel VT oder AMD-V unterstützt.
- Eine frische Installation eines unterstützten Linux-Distribution, z.B. Ubuntu, CentOS oder Debian.
- Root-Zugriff oder ein Benutzer mit sudo-Berechtigungen.

Schritt 2: Installation der notwendigen Pakete
Aktualisieren Sie zunächst Ihre Paketlisten und installieren Sie dann die KVM- und QEMU-Pakete sowie weitere Tools, die für die Verwaltung der VMs nützlich sind.

Für Ubuntu/Debian:
Code:
sudo apt update
sudo apt install qemu-kvm libvirt-daemon-system libvirt-clients bridge-utils virt-manager

Für CentOS/RHEL:
Code:
sudo yum update
sudo yum install qemu-kvm libvirt libvirt-python libguestfs-tools virt-install

Stellen Sie sicher, dass der libvirt-Dienst läuft und beim Booten gestartet wird:
Code:
sudo systemctl enable --now libvirtd

Schritt 3: Überprüfen der KVM-Unterstützung
Überprüfen Sie, ob KVM korrekt installiert ist und Ihr System die Virtualisierung unterstützt:
Code:
sudo kvm-ok

Wenn die Ausgabe bestätigt, dass die Virtualisierung unterstützt wird, können Sie fortfahren. Wenn nicht, überprüfen Sie die BIOS/UEFI-Einstellungen Ihres Servers, um sicherzustellen, dass die Virtualisierung aktiviert ist.

Schritt 4: Netzwerkkonfiguration
Für die Netzwerkkonfiguration der VMs können Sie entweder Netzwerkbrücken verwenden oder auf NAT mit libvirt standardmäßig zurückgreifen. Eine Netzwerkbrücke bietet den VMs Netzwerkzugriff als ob sie physische Geräte im Netzwerk wären.

Erstellen Sie eine Brücke mit nmcli oder netplan auf Ubuntu/Debian oder bearbeiten Sie die Netzwerkkonfigurationsdateien direkt unter CentOS/RHEL.

Schritt 5: Erstellen einer virtuellen Maschine
Nun können Sie Ihre erste VM mit virt-install oder über virt-manager, eine grafische Anwendung, erstellen. Zum Beispiel:

Code:
sudo virt-install \
--name ubuntu-vm \
--ram 2048 \
--disk path=/var/lib/libvirt/images/ubuntu-vm.img,size=20 \
--vcpus 2 \
--os-type linux \
--os-variant ubuntu20.04 \
--network bridge=virbr0 \
--graphics none \
--console pty,target_type=serial \
--location 'http://archive.ubuntu.com/ubuntu/dists/focal/main/installer-amd64/' \
--extra-args 'console=ttyS0,115200n8 serial'

Anpassen Sie die Optionen entsprechend Ihren Anforderungen.

Schritt 6: Verwaltung der virtuellen Maschinen
Sie können VMs mit virsh, einem Befehlszeilentool, oder virt-manager für eine GUI-basierte Verwaltung, starten, stoppen und verwalten.

Fazit
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben erfolgreich einen dedizierten Server als KVM/QEMU Hostsystem eingerichtet. Von hier aus können Sie mit der Erstellung und Verwaltung von VMs beginnen, um verschiedene Dienste und Anwendungen zu isolieren und zu betreiben.

Diese Anleitung soll einen Überblick über den Einrichtungsprozess geben. Für detailliertere Konfigurationen und erweiterte Setup-Optionen konsultieren Sie bitte die offizielle Dokumentation Ihrer Linux-Distribution und die KVM/QEMU-Dokumentation.
 

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