Payback-Punkte-Betrug führte zur Anklage

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Antonia Frank

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Payback-Bonusprogramm zieht Betrüger an

Im Darknet besorgten sich Betrüger Zugang zu gehackten Payback-Konten. Sie lösten die Punkte ein und bereicherten sich um ca. 91.000 Euro.

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Eine Anklage wegen Computerbetrug handelten sich fünf Beschuldigte ein. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern wirft ihnen vor, sich im Darknet zahlreiche unberechtigte Zugänge auf fremde Payback-Konten verschafft zu haben. Anschließend sollen sie die Konten zur missbräuchlichen Einlösung der Payback-Punkte und deren Umwandlung in Bankguthaben genutzt haben.

Aufzeichnungen von Überwachungs-Kameras identifizierten Täter​


Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg informierte in einer Pressemitteilung über einen Fahndungserfolg. Jahrelange Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Erding und dem Kommissariat 122 des Polizeipräsidiums München führten schließlich zur Aufklärung eines Betrugsdeliktes.

Eine Auswertung mehrerer Aufzeichnungen von Überwachungs-Kameras in verschiedenen Geschäften führten die Beamten dabei zur Täterspur. Die Entscheidung, ihren Lebensunterhalt durch die missbräuchliche Payback-Punkte-Einlösung zu bestreiten, erwies sich für die mutmaßlichen Täter als fatal.

Als Hauptbeteiligte konnte die Polizei ein Ehepaar aus dem baden-württembergischen Enzkreis und deren bereits mehrfach vorbestraften 27-jährigen Stiefsohn aus dem Landkreis Rastatt ermitteln. Diese sollen „Service-Terminals des Kundenbindungsprogramms in diversen Supermarkt- bzw. Discounter-Filialen genutzt haben, um in mehreren Schritten den Gegenwert der „Payback-Punkte“ über Gutscheinkarten letztlich an Ladenkassen auf eigens eingerichtete Bankkonten einzuzahlen“.

Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es das Payback-Bonusprogramm. Inkludiert sind über 600 renommierte Partner-Unternehmen, wie Aral, Rewe, Tchibo u.a. Beim Einkaufen in diesen Partner-Filialen können die Teilnehmer Payback-Punkte sammeln und gegen Prämien oder Bargeld einlösen.

Payback-Punkte-Missbrauch bescherte eine Gesamt-Ausbeute von ca. 91.000 Euro​


Im Zeitraum vom 07.07.2020 bis zum 07.01.2021 konnten dem Trio die Einlösung „in mindestens 274 Fällen insgesamt 7.841.700 „Payback-Punkte“ von 1.672 Geschädigten im Gesamtwert von 78.417,00 EUR“ nachgewiesen werden. Ferner soll der Stiefsohn „zwischen dem 01.03.2021 und dem 24.03.2021 in Filialen einer Drogeriekette in mindestens 116 weiteren Fällen insgesamt 995.000 „Payback-Punkte“ von 199 Geschädigten im Wert von 9.950,00 EUR und zwischen dem 06.03.2021 und dem 11.03.2021 in Filialen einer Gartenmarktkette in mindestens 9 Fällen weitere 270.030 „Payback-Punkte“ von 14-Geschädigten im Wert von 2.700,30 EUR missbräuchlich für eigene Zwecke verwendet haben“.

Die Staatsanwaltschaft legt dem 27-Jährigen insgesamt 399 Fälle zur Last. Sein 47-jähriger Stiefvater und seine 50-jährige Mutter müssen sich jeweils für 274 Fälle des gewerbsmäßigen Computerbetrugs verantworten. Den Beteiligten droht „für jeden Fall“ eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Gegen den Stiefsohn besteht ein Untersuchungshaftbefehl. Da er sich jedoch bereits in Strafhaft befindet, wird dieser derzeit nicht vollzogen.

Gleichfalls als Mitbeteiligte wegen Beihilfe angeschuldigt sind die 28-jährige Stiefschwester des inhaftierten mutmaßlichen Haupttäters sowie ihr ebenfalls 28-jähriger Ehemann. Sie stammen aus dem oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Das Ehepaar soll „jeweils Bankkonten zur Verfügung gestellt haben, auf denen der Gegenwert der missbräuchlich erlangten „Payback-Punkte“ gutgeschrieben werden konnte“.

Bisher hätten sich die Angeschuldigten zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Jedoch sei auch die 28-jährige Beschuldigte den Behörden laut Pressemitteilung keine Unbekannte mehr. Bereits mehrfach sei sie schon strafrechtlich in Erscheinung getreten. Ein Schöffengericht des Amtsgerichts Landshut wird des Weiteren über eine Zulassung der Anklageschrift sowie die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Tarnkappe.info

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