Rights Alliance will Schülern das illegale Streamen austreiben

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Lars Sobiraj

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Schüler, schaut fern

Die dänische Rights Alliance startet an den Gymnasien ein Bildungsprogramm, dass aus Schülern legale Nutzerinnen und Nutzer machen soll.

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Die dänische Rights Alliance hat es jetzt auf die Schüler abgesehen. Illegales Streaming sei ein ‚schlechter Stil‚, heißt es in der Pressemitteilung der Organisation. Aber unter jungen Menschen sei es weit verbreitet. Ein neues Bildungsprogramm soll dänische Gymnasiasten dazu bringen, die Filme und Serien legal zu konsumieren.

Kampagne soll Schüler vom legalen Weg überzeugen​


Auf den Computern und Mobiltelefonen dänischer Gymnasiasten ‚schleichen sich‘ Filme und Fernsehserien oft zwischen schriftlichen Aufgaben, sozialen Medien und Messenger-Threads ein. Allerdings konsumieren die jungen Leute die Inhalte größtenteils illegal und nicht über legale Streaming-Dienste.

Rights Alliance

Aus diesem Grund startet RettighedsAlliancen gemeinsam mit Lommefilm ein Bildungsprogramm. Die Kampagne ‚Os Der Elsker Film‘ bedeutet übersetzt ‚Wir, die wir den Film lieben‘. Sie soll dänische Schüler darauf vorbereiten, eine legale Wahl zu treffen. Sie sollen ihre Inhalte mit Bedacht konsumieren. Im Frühjahr 2024 wird Lommefilm Workshops an Gymnasien im ganzen Land veranstalten.

Das Verhalten und die Einstellungen junger Menschen haben einen großen Einfluss auf die Gewohnheiten, die sie im Laufe ihres Lebens entwickeln. Dies gilt nicht zuletzt für den Konsum illegaler Inhalte. Die überwiegende Mehrheit fängt damit schon vor dem Verlassen der Grundschule an. Eine Studie der dänischen Handelskammer aus dem Jahr 2023 zeigt, dass 56 % der dänischen Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 29 Jahren schon einmal versucht haben, illegal zu streamen, und dass 32 % dies innerhalb des letzten Jahres weiterhin getan haben.

Im Gymnasium sind die Zuhörer noch beeinflussbar, hofft man​


Nach Meinung von RettighedsAlliancen sei es wichtig, in den Jahren zu handeln, in denen sich die Mediengewohnheiten der jungen Menschen am stärksten herausbilden. Und natürlich auch, das Alter, in dem man hofft, noch etwas Einfluss auf die Schülerinnen und Schüler ausüben zu können.

Aktion erfolgt etwa 15 Jahre zu spät​


Das Problem ist nur, dass die Kampagne etwa 15 Jahre zu spät kommt. Die Aufklärungsarbeit hätte längst anlaufen müssen. Die Rights Alliance kann auch nichts an der Tatsache ändern, dass der Streaming-Markt in den letzten Jahren immer unattraktiver geworden ist. Immer mehr Anbieter kämpfen um den Markt und nehmen sich gegenseitig die Werke weg. Das ist in Dänemark auch nicht anders als hierzulande.

Legaler Streaming-Markt wenig attraktiv​


Dazu kommen die Preissteigerungen und die bereits eingeleiteten Maßnahmen gegen illegale Mitschnitte und das Account-Sharing. Wer einen größeren Anteil der angebotenen Werke konsumieren will, müsste 50 Euro und mehr monatlich investieren. Doch genau am Taschengeld in diesem Umfang dürfte es bei vielen Schülern mangeln. Von daher wird auch diese Aufklärungskampagne wahrscheinlich im Sand verlaufen.

Tarnkappe.info

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